Eine schwache Konjunktur, geopolitische Unsicherheiten, steigende Kosten und ein angespannter Arbeitsmarkt: Die anhaltenden Herausforderungen in der globalen Wirtschaft haben auch die Unternehmen im Kreis Coesfeld gespürt, aber sie mit Anpassungsfähigkeit, einer kontinuierlichen Überprüfung ihrer Leistungen, einer starken regionalen Vernetzung und leistungsfähigen Infrastrukturen gemeistert.
Wir, als wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH, unterstützen die Unternehmen dabei seit Jahren als innovativer Partner.
Was wir damit 2025 bewirken konnten, erfahren Sie in unserem multimedialen Geschäftsbericht.
Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr
wfc-Geschäftsführer Dr. Jürgen Grüner
Einwohnerinnen und Einwohner hatte der Kreis Coesfeld 2025. (Stichtag: 30. Juni 2025)
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte hatte der Kreis Coesfeld 2025. (Stichtag: 30. Juni 2025)
Trotz der schwächelnden Konjunktur ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter gestiegen - und damit erneut auf Rekordniveau.
Dienstleistungen bilden im Kreis Coesfeld den größten Sektor und liegen auf dem Niveau in Bund und Land NRW.
Die Zahl unserer Gründungsberatungen lag 2025 auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr. Ein wesentlicher Grund dafür ist weiterhin die seit Anfang 2023 bestehende Möglichkeit, den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit nun direkt ohne Vermittlungsvorrang in den Arbeitsmarkt beantragen zu können. Die dafür notwendigen Stellungnahmen stellen wir kostenfrei aus. Zudem erschwert die schwache Konjunktur weiterhin die Vermittlung von Arbeitssuchenden in den Arbeitsmarkt, so dass eine Selbstständigkeit immer häufiger zur Alternative wird.
Unterstützung für Gründende bieten wir zudem mit unserer mehrstufigen Beratung, Netzwerkmöglichkeiten und Veranstaltungen.
Teilnehmende nutzen in 2025 das Angebot unserer Basis-Informationsveranstaltungen für Existenzgründende.
Exakt so viele Bewerbungen wie bei der Premiere: Die zweite Runde des Gründungspreises Westmünsterland zeigte in 2025, dass der Preis für Gründer/innen und Nachfolger/innen dabei ist, sich erfolgreich zu etablieren. Elf der 27 Bewerber/innen haben ihren Unternehmenssitz im Kreis Coesfeld. Zwei von ihnen gehörten zu den fünf Finalisten der feierlichen Preisverleihung im März 2026 in der FABRIK in Coesfeld: Diaco Wellness aus Nottuln belegte den zweiten Platz, FZ Überdachungen aus Billerbeck wurde als Finalist ausgezeichnet.
Alle fünf Finalisten hatten im Vorfeld ein zweiteiliges Pitch-Training erhalten. Die drei Preisträger bekommen darüber hinaus einen für das Unternehmen produzierten Imagefilm und einen Podcast der Wirtschaft aktuell. Der Sieger, LESANA Münsterland Pflege aus Vreden, freute sich zusätzlich über den Gründungspreis-Award und einen Gutschein im Wert von 3000 Euro für eine Fortbildung am MittelstandsCampus NRW, einer Marke der Sparkassenakademie NRW.
Der Gründungspreis Westmünsterland, den wir gemeinsam mit der WFG für den Kreis Borken und der Sparkasse Westmünsterland ausloben, wird alle zwei Jahre verliehen. Die nächste Bewerbungsphase startet im Spätsommer 2027.
Bei Messen und Veranstaltungen rückte Nathalie Reichel mit dem Projekt-Team von Grünes Gründen Münsterland den Nachhaltigkeitsgedanken bei Gründungen in den Fokus.
Die Gründungskultur und Gründungsintensität im Münsterland unter ökologisch und/oder sozial nachhaltigen Aspekten zu stärken, ist das Ziel des Projekts Grünes Gründen Münsterland. Das Projektteam unter Federführung des Münsterland e.V. möchte Gründungsinteressierte sowie Gründerinnen und Gründer für das Thema Nachhaltigkeit begeistern, zum Umdenken bewegen und Gründungsvorhaben unterstützen, die einen Beitrag zur ökologischen Transformation leisten. Ein besonderes Augenmerk der acht Partner liegt dabei auf dem Wissenstransfer und der Kooperation zwischen Wissenschaft und Gründungsszene.
Das Projekt im Rahmen des EFRE-Aufrufs „Regio.NRW“, gefördert vom Land NRW und der EU, ist im März 2024 gestartet und läuft bis zum 28. Februar 2027.
Verschärfte Fördervoraussetzungen, weiterhin kaum Nachfragen: Beim Gründungsstipendium NRW als Unterstützung für Gründende hat sich der Trend aus 2024 fortgesetzt. Erneut haben nur zwei Gründer/innen vor der Jury gepitcht. Dieses Mal erhielt allerdings nur einer ein positives Votum.
Gründe für den Rückgang sind höhere Anforderungen an den Innovationsgrad, um eine Bewilligung zu erhalten und eine generell sinkende Zahl an für das Programm relevanten Gründungen.
Aktuell sind zudem keine Bewerbungen für das Gründungsstipendium NRW möglich. Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW hat die Förderung von neuen Fällen seit dem 1. April 2026 bis auf weiteres gestoppt.
Die Nachfrage nach Beratung zur allgemeinen Unternehmensentwicklung und nach sonstigen Fördermitteln blieb auch 2025 auf hohem Niveau. Analog zur Lage auf dem Arbeitsmarkt war der demographische Wandel hier der maßgebliche Treiber. Allerdings sind die finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen weiterhin sehr begrenzt, obwohl sich aktuell viele vor den Herausforderungen des Wandels strategisch neu aufstellen müssen.
Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen war die Nachfrage nach Standortberatungen weiter hoch. Die Verfügbarkeiten von Gewerbeflächen und -immobilien sind aktuell im Kreis Coesfeld jedoch gering.
Die Nachfrage nach Beratungen zur Unternehmensnachfolge war 2025 weiterhin hoch. Deshalb haben wir eine in 2024 begonnene Maßnahme fortgesetzt und zwei neue Angebote entwickelt:
Unternehmen bei der Suche und Bindung von Fachkräften zu unterstützen, stand auch 2025 im Fokus unserer Arbeit in diesem Bereich. Zusätzlich zu unseren etablierten Beratungs- und Informationsangeboten haben wir einen besonderen Fokus auf das strategisch relevante Thema der Gewinnung und dem Onboarding von Fachkräften aus dem Ausland, die Potenziale von Automatisierung und KI (insbesondere durch Unterstützung von Start-ups) und die Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf gelegt.
Beratungen zur Fachkräftesicherung und -gewinnung in 2025.
Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen bieten viele Ansatzmöglichkeiten, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und das bestehende Personal zu entlasten. Gemeinsam mit der Westfälischen Hochschule unterstützen wir die Unternehmen im Kreis Coesfeld dabei, strukturiert nach Automatisierungspotenzialen zu suchen und diese umzusetzen.
Neu ist in diesem Bereich eine Kooperation mit dem Maakwi-Netzwerk, um Unternehmen gezielt mit Start-ups zusammenzubringen. Bei einer ersten Veranstaltung stand das Wissensmanagement im Fokus. Fünf Start-ups präsentierten ihre digitalen Lösungen in einem Pitch-Format.
Auf großes Interesse stieß der erste Welcome-Guide-Workshop im März 2025 im Kreis Coesfeld – und war ausgebucht.
Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen und sie langfristig zu binden, war 2025 sowohl quantitativ als auch qualitativ im Hinblick auf professionelles Onboarding und nachhaltige Integration ein Thema. Unterstützung dabei bieten die Workshop-Angebote zur Qualifizierung als Betriebliche Welcome-Guides, die wir gemeinsam mit dem Service Onboarding@Münsterland beim Münsterland e.V. und weiteren Partnern entwickelt haben.
Neben bewährten Strategien für das Recruiting bieten die Workshops vor allem praxisnahe Einblicke in gelingende Onboarding-Prozesse. Zentrale Themen sind die Sprachförderung, die kulturelle Sensibilität auf beiden Seiten, strukturierte Einarbeitungsprozesse, Mentoring und Patenschaften sowie die Integration im neuen Lebensumfeld. Zudem steht der Austausch zwischen Unternehmen, Beratungsstellen und regionalen Netzwerkpartnern im Mittelpunkt.
Mit der Fachkräfteagentur International des Landes NRW (FAI NRW) ist 2025 eine zusätzliche Struktur zur Unterstützung der internationalen Fachkräftegewinnung seitens des Landes geschaffen worden. Das Münsterland hat als erste Region eine Kooperationsvereinbarung mit der FAI abgestimmt, die Zuständigkeiten klären und Doppelstrukturen vermeiden soll.
16 Unternehmen und Institutionen haben 2025 die neu entwickelte Charta „Ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber“ unterzeichnet.
Ehrenamt und Beruf vereinbaren zu können, ist für die meisten Ehrenamtlichen im Kreis Coesfeld die zentrale Voraussetzung für ihr Engagement. Auf Initiative des Kreises Coesfeld und in Kooperation mit dem Kreissportbund haben wir in 2025 die Charta „Ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber“ entwickelt. Sie soll die Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf in den Fokus rücken. Denn nicht nur Vereine und Organisationen brauchen ein breites ehrenamtliches Engagement für eine lebendige Gemeinschaft, auch die Unternehmen selbst profitieren davon, wenn ihre Mitarbeitenden zufrieden sind, ihre persönlichen Kompetenzen weiterentwickeln, ihre sozialen Fähigkeiten stärken und das Lebensumfeld rund um den Standort attraktiv ist.
Die erste öffentliche Charta-Unterzeichnung mit 16 Arbeitgebern, darunter auch die wfc, fand im Herbst 2025 statt. Für 2026 ist eine zweite Unterzeichnungsrunde geplant.
Die Unterstützung für KMU bei der betrieblichen Gesundheitsförderung stand 2025 weiter im Fokus unseres Netzwerk GesundArbeiten, in dem wir mit der WFG für den Kreis Borken, der Deutschen Rentenversicherung, der BARMER und dem Caritasverband für den Kreis Coesfeld e.V. eng zusammenarbeiten. Besonders die Fitte Firma als bewegte Mittagspause zeigt eine gute, konstante Nachfrage.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Pilotrunde von JobGesund ist im Juni 2025 die zweite Runde zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen beim Aufbau eines betrieblichen Gesundheitsmanagements gestartet. Das gemeinsame Angebot der Netzwerk-Partner und der Unfallkasse NRW wurde verschlankt und fand dieses Mal überwiegend digital statt.
Eine unverändert hohe Nachfrage in der Innovations- und Digitalisierungsberatung ist 2025 auf eine noch stärker eingeschränkte Förderlandschaft gestoßen, die zudem häufig durch Losverfahren kaum noch planbar ist. Deshalb haben wir 2025 damit begonnen, eine indirekte Innovationsförderung über Vernetzung, Technologietransfer und unternehmerische Partnerschaften aufzubauen. Ein zentraler Teil davon ist die gezielte Kooperationsanbahnung zwischen dem Mittelstand und Start-ups durch eine Kooperation mit dem Maakwi-Netzwerk. Dazu gehören:
Mit Pitch-Events in Kooperation mit dem Maakwi-Netzwerk bringen wir mittelständische Unternehmen und Startups zusammen.
Den seit 2024 gesetzten Themenschwerpunkt Künstliche Intelligenz haben wir ebenfalls strategisch weiter ausgebaut. Ziel ist es, KI nicht nur als Einzelwerkzeug, sondern als strukturelles Transformationsinstrument in Unternehmen zu verankern.
Gemeinsam mit den Wirtschaftsförderungen der Region, dem Münsterland e.V., der IHK Nord Westfalen und der FH Münster haben wir im Mai 2025 für das Förderprojekt „TOR@Münsterland“ einen positiven Juryentscheid im Wettbewerb Regio.NRW erhalten und im September 2025 den entsprechenden Förderantrag eingereicht.
Das Projekt soll die technologische und operative Resilienz produzierender KMU systematisch stärken, damit sie schneller und robuster auf technologische Veränderungen, Marktumbrüche und Lieferkettenstörungen reagieren können. Resilienz ist dabei ein strategischer Erfolgsfaktor, der in Organisation, Führung und Netzwerken dauerhaft verankert werden soll.
Kernbestandteile des Projekts sind die Weiterentwicklung eines KI-gestützten Technologiescoutings, digitale Ansätze für Lieferkettenmonito-ring sowie Datenräume zur frühzeitigen Störungserkennung. Ergänzt wird dies durch ein Resilience-Leadership-Programm, Self-Assessment-Tools und Transferformate, die eine nachhaltige Nutzung und Skalierung der Projektergebnisse ermöglichen. Das Projekt ist am 1. Juni 2026 gestartet.
Unsere Unterstützung für Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit haben wir 2025 konsequent fortgesetzt, aufgrund zahlreicher regulatorischer Änderungen in einigen Feldern angepasst. Viele Angebote fanden weiterhin in enger Zusammenarbeit mit dem INW Coesfeld statt.
Nachhaltigkeit effizient, strukturiert und erfolgreich umsetzen: Mit diesem Fokus hat das INW (Institut für nachhaltige Wertschöpfung) Coesfeld als An-Institut der FH Münster auch 2025 die Unternehmen im Kreis Coesfeld unterstützt. Allerdings haben sich durch die Änderungen in den EU-Vorgaben für die Berichtspflichten deutliche Verschiebungen ergeben, so dass sich sowohl das CSRD-Netzwerk als auch der DNK-Arbeitskreis für freiwillige Berichterstattung aufgelöst haben.
Nach einer strategischen Neuausrichtung liegt der Schwerpunkt nun auf niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten zur Identifizierung wirtschaftlicher Wertschöpfungspotenziale im Kontext Nachhaltigkeit. Ziel ist es, Nachhaltigkeit stärker als Innovations- und Effizienzthema – und damit als Element der unternehmerischen Kernprozesse – zu positionieren. Erste neue Angebote werden seit der zweiten Jahreshälfte 2025 entwickelt und aktuell mit ausgewählten Unternehmen erprobt.
Inhaltliche Impulse entstehen zudem im Projekt „Sustainable Innovation Münsterland“, das im Rahmen des EFRE-Aufrufs „Regio.NRW“, gefördert vom Land NRW und der EU, noch bis zum 28. Februar 2027 läuft. Das Förderprojekt bietet zusätzlich Nachhaltigkeitschecks, Innovationsgruppen, Sustainable-Leadership-Fortbildungen und Veranstaltungen an.
Regionale, netzdienliche Energieverbünde in Gewerbegebieten aufzubauen: Das ist das Ziel des Förderprojekts „ReNET-EV“. Im Mai 2025 haben wir für das Projekt einen positiven Juryentscheid im Wettbewerb Regio.NRW erhalten und im September 2025 den entsprechenden Förderantrag eingereicht. Das Projekt läuft seit dem 1. April 2026 für drei Jahre. Partner sind die Wirtschaftsförderungen der Region, die FH Münster und das Startup RIZM aus Münster.
Innerhalb des Projekts erhalten zehn Pilot-Gewerbegebieten im Münsterland die Möglichkeit, ihren Energiebedarf abzustimmen und Erzeugungsanlagen, Speicher und Leitungen gemeinsam zu nutzen – und damit günstiger, unabhängiger und klimafreundlicher zu wirtschaften. Im Kreis Coesfeld sind dies die Gewerbegebiete Hamern und Friethöfer Kamp in Billerbeck sowie Julius-Maggi-Straße/Hans-Böckler-Straße und Tetekum in Lüdinghausen.
Ein erster Step ist die Datenerhebung. Dann folgt die Analyse der Energiepotenziale mit Hilfe von digitalen Zwillingen.
Auf dem Weg zu einer nachhaltigen, klimaneutralen Produktion ist grüner Wasserstoff ein zentraler Energieträger. Fünf Wasserstoff-Pipelines, die nach aktuellen Planungen künftig durch den Kreis Coesfeld führen, machen in allen Kommunen einen Anschluss an das Wasserstoff-Netz möglich.
Nachdem in 2024 die Einrichtung der Netzkopplungspunkte und der notwendigen Verteilnetze zu Unternehmen für den Raum Coesfeld sowie Nottuln und Senden geplant wurden, standen 2025 Rosendahl und Billerbeck im Fokus.
Ein weiterer Schwerpunkt war die geplante Neubauleitung von Thyssengas. Das dafür notwendige Raumordnungsverfahren wurde Anfang 2026 abgeschlossen und sieht den Trassenkorridor westlich von Rosendahl-Holtwick als bevorzugte Strecke.
Neben dem Aufbau der Infrastruktur standen vor allem Vorbereitungen für die Nutzung von Wasserstoff in der Produktion auf der Agenda:
Zahlreiche Maßnahmen im Umwelt- und Klimaschutz haben die Teilnehmer der vierten ÖKOPROFIT® -Runde umgesetzt.
Sechs Unternehmen und Institutionen aus dem Kreis Coesfeld haben 2024/2025 erfolgreich an der vierten Runde des Beratungs- und Qualifizierungsprogramms ÖKOPROFIT® teilgenommen – und in den vergangenen zwölf Monaten zahlreiche Maßnahmen im Umwelt- und Klimaschutz umgesetzt, um nachhaltiger und krisenresistenter zu wirtschaften. Dadurch sparen sie pro Jahr unter anderem 255 Tonnen CO2 und mehr als 140.000 Euro an Betriebskosten.
Die teilnehmenden Unternehmen waren: Damhus GmbH & Co. KG (Rosendahl), NUVIA Instruments GmbH (Dülmen), metrica GmbH & Co. KG (Senden und Holtwick), MesseService Michael Janert GmbH (Nottuln), M2 Carpets (Nottuln) und Kreispolizeibehörde Coesfeld.
Der Start der nächsten ÖKOPROFIT-Runde ist für Herbst 2026 vorgesehen.
Die Voraussetzungen für digitales Arbeiten, digitale Geschäftsprozesse und das Internet der Dinge sind im Kreis Coesfeld weiterhin auf höchstem Niveau.
Die Glasfaserversorgung liegt nach Abschluss noch laufender Arbeiten bei 95 Prozent der Adressen. Damit hat der Kreis Coesfeld seine Spitzenposition in NRW weiter gefestigt und fast alle Städte und Gemeinden gelten als vollständig erschlossen. Lediglich in Teilen von Coesfeld, Olfen und der Dülmener Innenstadt bestehen noch größere Lücken. Allerdings läuft der Ausbau in Olfen bereits, für Dülmen und Coesfeld ist er für 2026 angekündigt.
Auch beim Mobilfunknetz ist der Kreis Coesfeld im bundesweiten Vergleich bestens aufgestellt: Das maßgebliche 4G/LTE-Netz deckt aktuell, je nach Anbieter, etwa 80 bis 88 Prozent der Fläche ab. Parallel dazu bauen die Netzbetreiber zunehmend die 5G-Netze aus. Die 5G-Versorgung der Telekom ist mittlerweile ebenfalls in großen Teilen des Kreises Coesfeld vorhanden.
Durch die Messung des Mobilfunkempfangs mit Hilfe von Messboxen in Müllsammelfahrzeugen haben wir in 2025 in Abstimmung mit den Netzbetreibern und den Kommunen daran gearbeitet, das Netz weiter zu verbessern und Versorgungslücken zu schließen. Obwohl sich die Investitionsprioritäten der Netzbetreiber vorrangig an den bundesweiten Versorgungsauflagen der Bundesnetzagentur und an einer gesamtdeutschen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung orientieren, haben wir besonders in Gesprächen mit der Telekom einige Erfolge erzielen können: 19 neue Standort im Bau oder in der Planung.
Was 2025 mit einer interkommunalen Arbeitsgruppe und ersten Anwendungsfällen begonnen hat, ist 2026 gemeinsam mit unseren Partnern in einen Förderantrag für das kreisweite Projekt „Daten. Nutzen. Machen.“ gemündet. Basis des Projekts ist eine urbane Datenplattform (UDP), die über LoRaWAN-Netze die Informationen von Sensoren an öffentlichen Gebäuden über Umweltmessungen bis hin zu Verkehrs-, Energie- oder Wetterdaten nicht nur sammelt, sondern zu Entscheidungsgrundlagen für Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft verarbeitet.
Die Rückmeldungen nach den Testphasen in Dülmen, Lüdinghausen, Nordkirchen und Senden haben gezeigt: Der Bedarf ist groß und vielfältig. Mögliche Anwendungsfälle reichen von der anonymen Passantenfrequenzmessung in Innenstädten über Energiemanagement in kommunalen Gebäuden und Wasserstands-Monitoring bis hin zur Optimierung des Winterdienstes durch Eis- und Temperaturdaten.
Finanziert werden soll das Projekt über eine LEADER-Förderung in den LEADER-Regionen Kleeblatt, Baumberge und Hohe Mark. Das Gesamtvolumen liegt bei 369.000 Euro. Der Projektzeitraum läuft vom 3. Quartal 2026 bis zum Ende des 2. Quartals 2029.
Wir beraten Sie gerne bei allen Fragen rund um Ihre Unternehmensentwicklung. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf!
2025 haben wir erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) erstellt und veröffentlicht. Damit schaffen wir Transparenz über unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten und setzen zugleich ein Signal für eine glaubwürdige und nachvollziehbare Nachhaltigkeitsstrategie auch bei öffentlichen Wirtschaftsförderungsgesellschaften. Der Bericht dokumentiert sowohl ökologische als auch soziale und organisatorische Aspekte der Unternehmensführung und wird regelmäßig fortgeschrieben.
Veranstaltungen haben wir online oder in Präsenz in 2025 (mit-)organisiert.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zu unseren Veranstaltungen.
Beratungen haben wir durchgeführt.
an Fördermitteln haben wir 2025 insgesamt für unsere Unternehmen eingeworben.
Dr. Christian Schulze Pellengahr, Landrat (Vorsitzender)
Heinrich-Georg Krumme, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Westmünsterland (stv. Vorsitzender, bis Juni 2025)
Jürgen Büngeler, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Westmünsterland (stv. Vorsitzender, ab Juli 2025)
Dr. Julian Allendorf, Kreistagsabgeordneter (ab November 2025)
Dietmar Bergmann, Bürgermeister der Gemeinde Nordkirchen
Matthias Entrup, Vorstandsmitglied Volksbank Westmünsterland eG
Heiko Hüntemann, Sparkasse Westmünsterland (Mitglied des Vorstands)
Klaus-Viktor Kleerbaum, Kreistagsabgeordneter (bis Oktober 2025)
Anke Pohlschmidt, Kreistagsabgeordnete (ab November 2025)
Margarete Schäpers, Kreistagsabgeordnete (bis Oktober 2025)
Sebastian Täger, Bürgermeister der Gemeinde Senden
Norbert Vogelpohl, Kreistagsabgeordneter
wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH
Fehrbelliner Platz 11
48249 Dülmen
Telefon 0 25 94. 7 82 40-0
Mail info@wfc-kreis-coesfeld.de
Verantwortlich: Dr. Jürgen Grüner
Konzeption, Entwurf und Texte: Sabrina Becker/ wfc
Videos: Katja Wehrland | Kreis Coesfeld | wfc
Grafiken: Sabrina Becker, wfc
Fotos: wfc | Marion Grube | CorneXion | Münsterland e.V. | Kreis Coesfeld